Hermann Lienhard 1851 - 1905

1851-1905. geb. in Bözingen. Wurde im "Bund" als "selfmade man" bezeichnet. In seiner Schulzeit verloren die Eltern das Vermögen. Er verdiente als Uhrensteinarbeiter. Anstellung in Advokaturbüro in Biel. Selbststudium. An der Hochschule in Bern Notariatspatent. 1882 Wahl zum Oberrichter. Ab 1886 Chef der rechtlichen Abteilung im neu geschaffenen eidg. Versicherungsamt. 1890 bis 1895 Ständerat [rad]. Hernach bis zum Tod Bundesrichter, in beiden damaligen Abteilungen. "Seine Voten, wenn sie noch so kurz waren, bildeten stets einen Jalon für die Urteilsbegründung" [Viktor Merz im Nachruf in der ZBJV]. Aus: Eduard Schneider: 150 und 125 Jahre Bundesgericht, 1998 Stämpfli Verlag AG Bern